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Rucola und Kreuzkraut unterscheiden (Giftpflanze im Rucola)

Rucola und Kreuzkraut unterscheiden (Giftpflanze im Rucola-Salat) - Mit Bild + Infos

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Ergänzung zu Rucola

Rucola (Diplotaxis tenuifolia) isst man deshalb so gern oder auch nicht, weil er einen starken und ganz charakteristischen Geruch und Geschmack hat, insofern ist er eigentlich unverwechselbar.

Dennoch ist er im derzeitigen Sommerloch inzwischen seit Wochen wegen Verwechslung in die Schlagzeilen geraten, nachdem in einer Salat-Packung ein Stängel des stark giftigen Kreuzkraut, Greiskraut (Senecio vulgaris) gefunden wurde.

Das Kreuzkraut ist ein sehr häufiges und allgegenwärtiges "Unkraut", übrigens ebenso wie der im Supermarkt-Regal meist recht teure Rucola selbst, der in der Natur jedoch meistens nur als "Schmalblättriger Doppelsame" bekannt ist.

Eine Verwechslung ist normalerweise sehr unwahrscheinlich: Abgesehen vom sehr starken Geruch sind Rucola-Blätter kahl, aber die des Kreuzkrautes anfangs und für längere Zeit unappetitlich spinnwebig behaart, außerdem ähneln sie Disteln und dürften somit leicht als Unkraut erkannt werden.

Einige Bilder dazu:
1. Der eigentlich unverwechselbare Rucola


Rucola (Diplotaxis tenuifolia) Sämling mit Blättern.
Bild Datum: 2008-05-14 | Foto ID: 2008051402


Rucola Blätter nah.
Bild Datum: 2002-06-23 | Foto ID: 2002062301


Rucola Blätter ganz nah im Gegenlicht.
Bild Datum: 2002-06-19 | Foto ID: 2002061901

Salatpflanzen guckt man sich vor der Zubereitung normalerweise ohnehin eher genau an, wer möchte schon die häufig darin befindlichen Blattläuse mit servieren.

Am Rucola empfiehlt sich außerdem beim Putzen ein Blick auf die Blattunterseiten, denn dort befinden sich nicht selten auch Eier von Insekten, zumindest wenn er aus dem eigenen Garten kommt und nicht nur im Gewächshaus gewachsen ist:


Rucola Blattunterseiten mit Eiern von Insekten.
Bild Datum: 2006-07-26 | Foto ID: 2006072601
Anmerkung: Das könnten die Eier vom niedlichen und sehr nützlichen Marienkäfer sein, dem man seinen Anteil am Rucola schließlich auch dann gerne gönnt, wenn man sich sonst nicht so für Insekten begeistern kann.

2. Zum Vergleich die gefährliche Giftpflanze Kreuzkraut mit distelähnlichen Blättern:


Kreuzkraut (Senecio vulgaris) Sämling Habitus, behaarte Blätter und Stängel, gelbe Blüten.
Bild Datum: 2009-04-11 | Foto ID: 2009041106


Spinnwebig behaarte Kreuzkraut Blätter nah.
Bild Datum: 2009-04-11 | Foto ID: 2009041107

Auch ein Blick auf das Bild, das den Skandal ausgelöst hat, verdeutlicht, dass sehr wahrscheinlich kaum jemand auf die Idee gekommen wäre, das enthaltene Kreuzkraut mit Rucola zu verwechseln und mitzuessen, statt es als deutlich unterschiedliches Unkraut sofort auszusortieren: Giftpflanze im Rucola: Gestrüpp des Grauens @ spiegel.de

Das Gemeine Kreuzkraut enthält gefährliche, starke Lebergifte. Die Giftigkeit entspricht entgegen anderslautenden Verharmlosungen allerdings sehr wahrscheinlich durchaus der des besonders bei Pferdebesitzern und Landwirten berüchtigten Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea).[1]

Verwandte Seiten:

Essbare Wildkräuter
Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
Bärlauch (Allium ursinum)

Gefährliche Giftpflanzen
Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia)
Bärenklau, Riesenbärenklau, Herkulesstaude (Heracelum spec.)

Quellen:

[1] Frohne, Pfänder Giftpflanzen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2004. ISBN 3804720609 * unter Bezug auf Goeger u.a., Comparison of the toxicities of Senecio jacobaea, Senecio vulgaris and S. glabellus in rats. Toxicol. Lett. 15,19-23 (1983)

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20.08.2009 13:24 | geändert: 20.08.2009 13:24


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